US Studie: Gentechnik kann Erträge nicht signifikant steigern

28 04 2009

Washington, 15. April (AFP) – Gentechnik hat die Landwirtschaft einer Studie zufolge kaum ertragreicher gemacht. „Bislang hat sich die Leistungsfähigkeit von Pflanzen, die gentechnisch verändert wurden, um mehr Ertrag zu bringen, trotz aller Bemühungen kaum gesteigert“, erklärten die Forscher der Union of Concerned Scientists am Dienstag.

Laut einer AFP Meldung vom 15. April 2009 konnten die Wissenschaftler der Union of Concerned Scientists in einer Studie nachweisen, dass der Einsatz von Gentechnik keine signifikant höheren Erträge ermöglicht. Allerdings werden bereits kritische Stimmen laut, die darauf hinweisen, dass in der Studie allein der Ernte-Ertrag als Größe erfasst wurde. Die Ersparnisse rund um den Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut wie beispielsweise geringere Aufwandskosten für Unkrautvernichtungsmittel und Arbeitseinsatz sowie Verhinderung von Ertragsausfällen durch Resistenzen gegen Schädlinge wurden dabei in direkter Hinsicht nicht erfasst.

Jedoch lässt sich ein wichtiges Argument auch ohne kritische Auseinandersetzung mit der Studie erkennen: Die ausdrückliche Aussage Monsantos, dass Saatgut eine Ertragssteigerung aufgrund von Züchtung und Biotechnologie ermöglicht, ist nicht unabhängig zu sehen von einer Betrachtung der Rahmenumstände:

Gentechnisch veränderte Merkmale wie z. B. Insektenresistenz und Herbizidtoleranz leisten einen wesentlichen Beitrag zur Ertragssteigerung, indem sie verhindern, dass ein Teil der Ernte Schadinsekten oder Unkrautkonkurrenz zum Opfer fällt. In welchem Umfang sich der Ertrag eines Landwirts aufgrund von Insekten- und Herbizidtoleranz erhöht, hängt wesentlich davon ab, wie effektiv die Programme zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung des betreffenden Landwirts vor dem Anbau dieser gentechnisch veränderten Nutzpflanzen waren.

Demzufolge hängt der alleine Erfolg des Saatguts ebenso gut mit einer ausgefeilten Anbautechnik und einer adäquaten Aufbereitung des Bodens sowie dem grundsätzlichen Vorkommen an Schädlingsbefall zusammen.

Ebenso die Verknüpfung von Monsantos Rolle im Kampf gegen die Bewältigung von globalen Herausforderungen durch die versprochene Ertragssteigerung sei damit zunächst einmal dahingestellt.



Die Studie kann unter folgendem Link als .pdf heruntergeladen werden.

Studie „Failure to yield“ von UCSUSA

Für weitere Informationen über die Studie:

Artikel bei www.genfoodneindanke.de

Die gesamte Meldung der AFP kann unter dem folgenden Link eingesehen werden:

AFP Meldung 15.04.2009

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